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PLANET ARCHITECTS
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Projekte / Ausstellungen / Unsere Stadt!
PLANET

Die Herausforderung:
Der Brief des Designwettbewerbes für die neue Dauerausstellung forderte einen Raum im 2.Obergeschoss des Museums, der sowohl als Ausstellungs- als auch als Veranstaltungsraum funktioniert. Eine Verwandlung sollte durch wenige Personen in sehr kurzer Zeit erfolgen, wobei die Spuren der Verwandlung weder im einen noch im anderen Zustand des Raumes sichtbar sein dürfen.

Das Konzept:
Unsere Lösung greift auf eine erprobte Technologie zurück, die bei Theaterkulissen zum Einsatz kommt. Mobile Wandelemente der Ausstellung können pneumatisch angehoben- und mit geringem Kraftaufwand verschoben werden. Vor einer Veranstaltung werden die Wände in einer Nische Tetris-artig geparkt, sodass sie zum Veranstaltungsraum hin einen unauffälligen, homogenen Abschluss bilden. Ein voll funktionstüchtiger 1:1 Prototyp einer pneumatischen Hebewand samt eingebauter Vitrinen, wurde im Vorfeld gebaut und getestet, die genauen Parkpositionen, ebenso wie der Ablauf des Verschiebens im Detail simuliert. Die Fenster des Raumes werden im Ausstellungsmodus durch spezielle Läden abgedeckt, um die heiklen Ausstellungsstücke vor Licht zu schützen. Bei Veranstaltungen können diese vor die Wände geklappt werden, sodass in diesem Fall die Fenster frei bleiben und gleichzeitig die Vitrinen abgedeckt sind. Auf diese art verschwindet die Ausstellung vollständig. Der Ausstellungsteil im Atrium des Erdgeschosses erforderte eine ganz andere Herangehensweise. Die Ausstellung wurde konzentriert im niedrigen Teil des Raumes angeordnet, sodass das hohe Atrium mit seinem Glasdach und der Wandgestaltung von Nancy Spero als Aufenthalts- und Vertiefungsraum frei bleibt. Eine Wand aus getöntem Glas bietet den nötigen Lichtschutz für die Ausstellungsobjekte und ermöglicht gleichzeitig eine visuelle Verbindung der beiden Raumbereiche. Im Atrium gibt es stirnseitig eine kippbildartige Vitrine, die von der einen Seite betrachtet Objekte der Sammlung Berger und von der anderen Fotos von Margit Dobrony zeigt. Auch dieser Raum kann für Veranstaltungen genutzt werden.