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EVN-Biomasseheizkraftwerk Krems

Leitsystem und Gemeinschaftsraum mit Vermittlungsfunktion

Kundin: EVN AG
Ort:Krems
Jahr: 2024
Konzeption Führungsweg: Iva Hattinger | Information und Kommunikation, EVN AG
Grafisches Konzept: Rosina Huth | EVN AG in Zusammenarbeit mit PLANET architects
Grafische Umsetzung und Produktion Führungsweg: PLANET architects 
Illustrationen: Stefanie Hilgarth | Illuqueen 
Fotos & Videos: © Teresa Novotny

Team

Corinna Danninger, Anna-Lena Hartmann

Energiegewinnung erlebbar machen 

Mit der Inbetriebnahme des modernsten Biomasse-Heizkraftwerks der EVN im Jahr 2024 wurde ein wesentlicher Baustein der klimaneutralen Energiezukunft Niederösterreichs realisiert. Das Kraftwerk produziert CO₂-neutrale Wärme und Strom für rund 45.000 Haushalte in der Region. Im Rahmen von Führungen ist es auch der Öffentlichkeit zugänglich.

PLANET architects wurde mit der Entwicklung einer durchgängigen, architektonisch integrierten Signaletik beauftragt, die Orientierung schafft, Inhalte vermittelt und sich gleichzeitig in die industrielle Umgebung einfügt. Zentraler Bestandteil des Projekts war die Gestaltung eines Aufenthalts- und Schulungsraums, der sowohl als Rückzugsort für Mitarbeitende als auch als Start- und Endpunkt der Rundgänge dient.

Flexibler Raum für Mitarbeitende, Vermittlung und Events

Im neu konzipierten Aufenthaltsraum schafft ein großer Hochtisch durch seine Nähe zu den großen Fenstern einen Bezug zum werksnahen Wald und somit auch zum angelieferten Rohmaterial.

Akustische Maßnahmen sorgen für eine hohe Aufenthaltsqualität in einem mitunter lärmintensiven Umfeld. Mobile Würfelmöbel und leicht bewegliche Stehtische ermöglichen eine rasche Umgestaltung: Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Raum an die Nutzung von Schulungen, Events oder Führungen anpassen. 

Ein Leitsystem, das sich in die Umgebung integriert

Die Orientierung im gesamten Werk folgt einem Farb- und Symbolsystem, das die vier Kernelemente des Kraftwerks – Biomasse, Feuer, Wasser und Strom – visuell aufgreift. Die Signaletik fügt sich unaufdringlich in die bestehende Architektur ein.

Während dezente Aufschriften auf Sichtbeton die Außenstationen benennen, leiten farblich akzentuierte Beschilderungen aus lichtdurchlässigem Plexiglas durch die dunkleren Innenbereiche.

Dafür wurden die bestehenden Unternehmensfarben weiterentwickelt und mit fluoreszierenden Neontönen ergänzt. 

Minimalistische Aufhängungssysteme sorgen für einen Schwebeeffekt der Beschriftungstafeln.

Begleitende Illustrationen veranschaulichen die Aufbereitung der Biomasse und geben Ausblick auf eine nachhaltige Energiezukunft.