Ortsplatzgestaltung Hellmonsödt
Geladener Wettbewerb für die Marktgemeinde Hellmonsödt: 1. Platz
Ort: Hellmonsödt, Österreich
Wettbewerbspartner und Verkehrsplanung: Bernhard Moser | CEC COMMUNAL Engineering & Consulting GmbH
Jahr: 2024
Team
Birgitta Kunsch | Barbara Busslinger, Ana Nistor
Ein lebendiges Zentrum mit naturnahem Charakter
Wie schafft man einen Ortsplatz, der sich harmonisch in ein gewachsenes Umfeld einfügt und zugleich ein lebendiges Zentrum für die Gemeinschaft bildet?
Die enge Verknüpfung des verkehrsplanerischen Blicks und der architektonischen Gestaltung ermöglichte ein realistisch umsetzbares, funktionales und zugleich identitätsstiftendes Gesamtkonzept, das die Wettbewerbsjury überzeugte: Mit der geplanten Neugestaltung entsteht ein einladendes Zentrum für alle Generationen. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität im Herzen der Gemeinde zu steigern, ohne den prägenden Charakter des Ortsbildes zu verändern.
Der neue Ortsplatz überzeugt durch durchgängige Barrierefreiheit. Niveaugleiche Flächen, der bewusste Verzicht auf Randsteine und klare Pflasterungsstrukturen schaffen ein sicheres, angenehmes Umfeld für alle Nutzer:innen – vom Spaziergänger bis zur Radfahrerin.
Nutzerfreundlich & barrierefrei
Bühne & Zentrum
Ein besonderes Augenmerk lag auch auf der überdachten Bühne: Als zurückhaltendes, kleinteiliges Element fügt sie sich harmonisch in die Platzstruktur ein. Die Ausrichtung zur Kirche erhält deren Rolle als städtebauliches Wahrzeichen und schafft Raum für Veranstaltungen von Theatergruppe und Musikverein.
Grünraum & Materialität
Großzügige, naturnahe Grünflächen mit heimischen, robusten Pflanzen sorgen für einen lebendigen Platz mit saisonalem Wechselspiel. Bestehende Bäume bleiben erhalten, zusätzliche Bepflanzung sowie Wasserrinnen und Trinkwasserspender ergänzen das Angebot. Holz und Granit aus der Region prägen die Materialsprache.
Aufenthalts-qualität für alle
Differenzierte Bereiche wie Schanigärten, Eingangsbereiche der Geschäfte und geschützte Nischen bieten Raum für Begegnung, Erholung und Alltag. Trotz Erhalt der Parkmöglichkeiten entsteht ein offener, einladender Ortskern für unterschiedliche Bedürfnisse.
Ein durchdachtes Verkehrskonzept beruhigt den Durchzugsverkehr durch optische Verengungen mittels Bepflanzung. Gleichzeitig bleiben Umfahrungsmöglichkeiten erhalten. Die städtebauliche Ordnung folgt einer klaren Linearität, die sich an der Kirche orientiert. Inszenierte Blickachsen - von der Einfahrt über die Bühne bis zur Kirche - stärken die räumliche Identität des Ortsplatzes.




